Aktuelles

Aktuelle Information zu den Gottesdiensten:

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,
zu unseren Gottesdiensten in der Neuprarrkirche laden wir Sie herzlich ein. Allerdings möchten wir Sie auf die geltenden Auflagen aufmerksam machen: Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, Tragen eines Mund-Nase-Schutzes beim Betreten und Verlassen der Kirche sowie beim Bewegen im Raum. Am Platz können Sie den Mund-Nasen-Schutz abnehmen, beim Gemeindegesang aber bitte wieder aufsetzen. Auf die Feier des Abendmahls werden wir bis auf weiteres verzichten. Und: Durch den Mindesabstand von 1,5 m zwischen den Sitzen steht leider nur eine beschränkte Zahl von Plätzen zur Verfügung, Die Regeln für Gottesdienste gelten auch für Taufen, Trauungen und Trauerfeiern. Für regelmäßige Gruppen sind Treffen mit bis zu 10 Personen möglich. Auch wenn sich die jetzigen Gottesdienste noch von dem unterscheiden, was wir gewohnt sind, kommen wir in Gottes Namen zusammen, seufzen und feiern, hören und beten und gehen hoffentlich gestärkt und zuversichtlich auseinander.« 

Ihr Pfarrer Thomas Koschnitzke

Wichtige Information:

Diakon Hans Köhler ist vorübergehend nur übers Pfarramt (pfarramt.neupfarrkirche.r@elkb.de), Tel.: 599725-12 oder 599725-17 erreichb

Mahnwache vor der Synagoge

„Wir gehören zusammen“: Unter diesem Motto laden die Gemeinde der Neupfarrkirche und die Johanniter die Regensburgerinnen und Regensburger ein, sich am 27. September um 17.45 Uhr zur Mahnwache vor der Synagoge (Straße Am Brixener Hof) zu versammeln. Wir wollen an Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, an den Terroranschlag vor einem Jahr in Halle erinnern und die jüdische Gemeinde unserer Solidarität versichern: In Regensburg ist kein Platz für Antisemitismus! Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen, dass wir zusammengehören. 

Schmetterlinge - Video-Kunst an der Außenwand der Neupfarrkirche

Sie flattern rauf und runter, im Kreis herum, kleinere und größere Falter: Das Video-Kunst-Projekt "Schmetterlinge" ist vom 25. September bis 4.Oktober eine hübsche abendlich-nächtliche Dekoration an der Südfassade des Ostchors der Neupfarrkirche:  https://www.regensburg.de/herbstflattern

Die nächste Taizé - Andacht wird am 22. November in der Neupfarrkirche bzw. im Gemeindehausum 19 Uhr gefeiert. Bei sehr schönem Wetter treffen wir uns wieder im Pfarrgarten zwischen Rosensträuchern und hinter dicken Mauern und einer großen Feuerschale zum Aufwärmen.

  

10. Oktober: Gemeindeausflug nach Schwandorf:  

Wir besichtigen dort die berühmten Felsenkeller.
Zur Anmeldung und zu Infos:
Hier klicken.

Sing- und Spielnachmittag mit Familiengottesdienst im Pfarrgarten:

Singen, Spielen, Kinderschminken, Farbschleuder, Brezen essen: Zum inzwischen schon traditionellen Sing- und Spielnachmittag kamen am Samstag, 18. Juli, Kinder und ihre Eltern in den Pfarrgarten der Pfarrergasse 5. Mit dabei wie immer: Diakon Hans Köhler mit seiner Gitarre. Damit es alle bequem haben und es kein Gedränge gibt, hatten einige Decken mitgebracht und auf dem Rasen ausgebreitet.
Foto: Anabel Preß
 
„Mit Gottes Segen gehen“ - dies Motto hatte Friderike Hofmeister gleich in viele "'Skulpturen" verwandelt, die die Kinder mit Zollstöcken formen konnten: ein Haus, ein Regenbogen, Sterne und vieles mehr! Dazwischen gab's zur Stärkung Brezen und Limo. Im Anschluss feierten alle zusammen  Familiengottesdienst ebenfalls draußen im Pfarrgarten.  

Musik nicht live, sondern online:

Wegen der Corona-Pandemie sind sämtliche kirchenmusikalen Veranstaltungen abgesagt, die Stunde der Kichenmusik und traditionelle Konzerte wie die Passionen von J.S. Bach. Ein herzliches Dankeschön an Roman Emilius, unserem Kirchenmusikdirektor, für die beiden Links zu seinen Orgelkonzerten!

https://www.youtube.com/watch?v=e7O-RwsMqpo

https://www.youtube.com/watch?v=UgadlyY0Atc

„Die Stadtbläser – Evangelischer Altstadtposaunenchor Regensburg“:

Wer hat Lust, dabei zu sein? Auch ein vielleicht abgelegtes Instrument wieder zum Klingen zu bringen? Der Posaunenchor freut sich über alle, die mitspielen wollen und bietet auch Anfängerunterricht. Zur Zeit sind allerdings alle Probetermine abgesagt. Sobald die Stadtbläser sich wieder treffen, geben wir Bescheid.

KiKiFü: Neupfarrkirche von Kindern für Kinder

Pünktlich zu Ostern wurde er von der Druckerei geliefert: Unser KiKiFü, der Kinder - Kirchenführer. Acht Kinder und drei Erwachsene haben ihn gestaltet. Herzlich dankt die Gemeinde allen kleinen und großen KünstlerInnen. Wer mehr zum KiKiFü wissen will, weitere Infos stehen auf der Seite Gemeinde/Gruppen und Kreise der Homepage. Erwerben kann man den KiKiFü in der Kirche (links neben der Eingangstür steckt er in einer Halterung, neben der Spendenbox). Und in der Taufkapelle gibt es eine kleine Ausstellung dazu, wie der KiKiFü entstanden ist. Dort sind auch Zeichnungen und Fotos zu sehen, die nicht im KiKiFü enthalten sind.

Verschoben! Die Konfirmation am 17. Mai musste wegen der Corona - Krise für diesen Termin abgesagt werden.

In einem Brief an Konfirmanden und Eltern hat Pfarrer Thomas Koschnitzke die Gründe erläutert und geschrieben, wie die weiteren Planungen aussehen. Mehr dazu steht auf der Seite Gemeinde/Konfirmanden unserer Homepage.

Großer Frühjahrs-Putz

Im Frühling und im Herbst gibt's an einem Samstag einen Großeinsatz, um in der Kirche gründlich das zu reinigen, was nicht auf dem regulären Putzplan steht: Die Pflege der silbernen Kerzenleuchter, der Kelche und der Taufschale, eine Grundreinigung des Altarteppichs (Wachsflecken!), das Einlassen der Holzböden in den beiden Sitzblöcken. Außerdem sind immer wieder mal die Fenster- und Türrahmen dran - sie werden mit Pflegeöl behandelt. Und dann: Das leidige Thema Müll auf der Balustrade und auf den Treppen. Die kleine Putztruppe war flink und fidel - alle für sich allein (Abstand!) - am Werk. Dokumentiert von Friderike Hofmeister. Herzlicher Dank an alle, vor allem an Diakon Hans Köhler, der alle Lappen, Besen, Pinsel, Farben vorbereitet und einen ausgefeilten Plan erstellt hatte.
   

Begrüßungsumtrunk mit Abstand: Umzug des Pfarramts der Dreieinigkeitskirche


Fotos Petra Preß

Beim Begrüßungsumtrunk: Die Pfarrer Martin Schulte, Thomas Koschnitzke und Ulrich Burkhardt, Pfarrerin Dr. Gabriel Kainz, Dekan Jörg Breu,Diakon Hans Köhler, Vertrauensfrau Sabine Freudenberg

Die Pfarrergasse 5 ist nun Adresse für zwei evangelisch-lutherische Pfarrämter: Das Büro der Dreieinigkeitskirche ist von der Dechbettenerstraße in das Gemeindehaus der Neupfarrkirche umgezogen, wo deren Verwaltung angesiedelt ist. Die beiden Innenstadtgemeinden - deren Kirchen nur ein paar hundert Meter voneinander entfernt liegen - haben somit eine gemeinsame Anschrift mitten in der Altstadt. Pfarrer Thomas Koschnitzke, Dekan Jörg Breu, Diakon Hans Köhler und Vertrauensfrau Sabine Freudenberg (alle Neupfarrkirche) sowie Pfarrerin Dr. Gabriele Kainz von der Evangelischen Studierendengemeinde begrüßten Martin Schulte und Ulrich Burkhardt, die beiden Pfarrer der Dreieinigkeitskirche, mit einem Glas Orangensaft bzw. Sekt. Diakon Hans Köhler und Pfarrerin Dr. Gabriele Kainz überreichten zum Einstand Brot und Salz:

Der Umzug des Pfarramts der Dreieinigkeitskirche steht im Zusammenhang mit einer anderen räumlichen Veränderung kirchlicher Einrichtungen: Das evangelisch-lutherische Dekanat ist in das Haus der Kirche (Alumneum) Am Ölberg verlegt worden, wo schon mehrere evangelische Verwaltungen und Organisationen untergebracht sind, z.B. die Diakonie, das Kirchengemeindeamt, die Regensburger Kantorei, das Evangelische Bildungswerk und der evangelische Pressedienst. Das ermöglicht den einzelnen Einrichtungen eine einfachere Kommunikation und Besucherinnen und Besuchern eine bessere Orientierung. Durch den Auszug des Dekanats wurden dessen Büroräume in der Pfarrergasse 5 für das Pfarramt der Dreieinigkeitskirche frei. Mit der gemeinsamen Adresse beider Pfarrämter in der Innenstadt ist keine Fusion der Verwaltungen oder Gemeinden verbunden, es könnten sich allerdings auch hier hilfreiche Absprachen ergeben. 

Bei seiner Begrüßung verwies Pfarrer Thomas Koschnitzke darauf, dass es bis 1814 eine evangelisch-lutherische Innenstadtgemeinde gegeben hat, die im Zuge der kirchlichen Neuorganisation im bayerischen Königreich in die Obere und Untere Pfarre geteilt wurde.

Amtseinführung von Dekan Jörg Breu  

Jörg Breu, unser neuer Dekan und 1. Pfarrer der Neupfarrkirche, trat am 1. April sein Amt an. Im kleinsten Kreis verpflichtete Regionalbischof Klaus Stiegler Jörg Breu in der Neupfarrkirche auf sein Amt und überreichte ihm Urkunde und Amtskreuz:

Für die Gemeinde gratulierten Pfarrer Thomas Koschnitzke und Vertrauensfrau Sabine Freudenberg. Von der Gemeinde erhielt Jörg Breu die Sonderausgabe unseres niegelnagelneuen Kinderkirchenführers.  


Fotos: Gabriele Ingenthron,epd
So stellt sich Jörg Breu selbst vor:
Fremdvertraut. Dieses Wort kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich gefragt werde: „Wie fühlt sich die Ernennung zum Dekan und 1. Pfarrer der Neupfarrkirche für Sie an?
Ich wurde 1965 im Herzen der Altstadt im evangelischen Krankenhaus geboren. Vieles, auch die Neupfarrkirche, ist mir seit Jahrzehnten vertraut. Ich verlaufe mich nicht in der Stadt und die Häuser und Winkel lösen sofort Kindheitserinnerungen aus. Dennoch ist es natürlich etwas anderes, als Pfarrer und Dekan nach Regensburg zu kommen und die Stadt nicht mehr mit den Augen eines Kindergottesdienstkindes der Matthäuskirche wahrzunehmen.
Gleich geblieben ist aber das Staunen: Ich freue mich sehr an dem vielfältigen evangelischen Leben in der Stadt und im ganzen Donaudekanat. Auf die Zusammenarbeit mit vielen Menschen auch in den Werken und Diensten, vom Kirchengemeindeamt über das Diakonische Werk, die Studierendengemeinde, die Jugend, die Erwachsenenbildung und viele andere.
Ja, es kommen manche Aufgaben auf mich zu, aber es sind auch viele Menschen gemeinsam unterwegs und ich nehme eine große Lebendigkeit in der Stadt und im Dekanat wahr.
Bei Ihnen mitleben und -arbeiten zu dürfen, darauf freue mich sehr. Meine Frau Veronika wird weiterhin als Studienleiterin an der Gemeindekademie in Rummelsberg arbeiten, wir sind froh über den kurzen Weg dorthin. Unsere erwachsenen Kinder Antonia, Johannes und Samuel werden nicht mehr mit umziehen, haben jetzt aber einen tollen Ort für Besuche. Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen.
Ihr Dekan Jörg Breu 

"Mensch und Gott": Alle Vorträge der Reihe "Am Puls der Zeit" stehen jetzt auf YouTube

Im November 2019  hatte unsere Gemeinde wieder zu Vorträgen im Rahmen der Reihe "Am Puls der Zeit" eingeladen. Die Themen waren "Mensch und Gesellschaft", "Mensch und Gott", "Mensch und Freiheit". Alle drei Vorträge haben wir mitgeschnitten. Die Ausführungen können Sie jetzt auf YouTube ansehen. Klicken Sie einfach auf den Link.

  

 6. März war Weltgebetstag der Frauen: "Steh auf und geh!"



Fotos: Preß
Gut 70 Frauen, Kinder und Männer feierten im Melanchthon - Saal im Alumneum den Weltgebetstag. Begleitet von unserer Combo, sangen alle die schwungvollen Lieder und hörten die bewegenden Texte, die die Frauen in Simbabwe über ihre traurige Lage im Land geschrieben hatten. Doch bei allen Katastrophen, die die Bevölkerung immer wieder heimsuchen bestärken sich die Frauen in Simbabwe in ihrem Glauben und schöpfen daraus Kraft und Zuversicht. So passte das Motto des Weltgebetstags sehr gut auf die Situatation und Stimmung im Land: "Steh auf und geh".  Im Alumneum feierten die evangelischen und kathjolischen Innenstadtgemeinden zusammen den Weltgebetstagsgottesdienst. Im Anschluss tauschten sich die Besucherinnen und Besucher bei einem Imbiss mit Gerichten nach Rezepten aus Simbabwe aus. Herzlicher Dank geht an alle, die gekommen sind, an alle, die mitgeholfen und den Gottesdienst gestaltet haben - und an unsere tolle Combo, die Schwung in den Abend gebracht hat! Für die Projekte des Weltgebetstags gerade auch in Simbabwe bedeuten die großzügigen Spenden des Abends eine große Hilfe: 559,14 Euro sind gegeben worden! Danke für die großzügigen Gaben.

Nachlese zu unserem Gemeindefest:
Strahlendes Wetter, fröhliche Gäste, Kinder erst auf Schnitzeljagd, dann beim Schminken - und im Gottesdienst ein Zelt!Fotos:Bezzel
Fotos: Weser

Foto: Strauch


Die Kleinen und die Großen:


Brotbacken beim Gemeindeausflug


Fotos: Friderike Hofmeister
So viele Laibe auf einem Brett - das hatten die Kinder noch nie gesehen. Größte Vorsicht war geboten, als die gerade gekneteten und geformten Brote zum Backofen transportiert wurden. Brotbacken auf dem Bauernhof der Familie Zollner in Edt: Das war der Hit beim Gemeindeausflug. Kaiserwetter sorgte für Stimmung, als sich die Kinder mit ihren Eltern und Diakon Hans Köhler morgens um 9 Uhr auf den Weg machten. Erst ging's mit dem Zug nach Straubing, von dort mit dem Bus weiter nach Haselbach und dann wanderten alle gemeinsam nach Edt. Dort hatten die kleinen Bäckerinnen und Bäcker dann alle Hände voll zu tun, um ihre Brote anzuteigen, zu formen und zu backen. Bis die dann im glühenden Holzofen knusprig gebacken waren, gab's eine Brotzeit, außerdem war Zeit, den Bauernhof samt Stall zu erkunden.

Mehr zum Gemeindeausflug auf unserer Homepage unter Gemeinde/Gruppen und Kreise

Wandschmuck für den Gemeindesaal:


Fotos: Petra Preß

Vom Museum in die Pfarrergasse: Einige Wandbehänge aus der Ostendorfer Ausstellung schmücken nun unseren Gemeindesaal. Der hat damit richtig Farbe bekommen und informiert zugleich übers Leben und Wirken des großen Regensburger Malers, der den Reformationsaltar für die Neupfarrkirche schuf. Bevor die riesigen Tücher aber angebracht werden konnten, war Rosi Hopfensberger gefragt: Die Profi-Näherin sorgte für die richtigen Längen und perfekten Nähte! Herzlichen Dank!
Und so sieht der Gemeindesaal jetzt aus: In hellen Farben erzählen die Stoffbahnen Geschichten aus dem Leben des Malers Michael Ostendorfer, der den Reformationsaltar für die Neupfarrkriche schuf.

 

  

Müll-Installation auf der Balustrade

Massenweise Zigarettenkippen, Kronkorken, Weinflaschen, Bierflaschen, Glasscherben, Salatschälchen, Kaffeebecher - malerisch verteilt auf einer Plane am Boden, darüber baumeln an einer Wäscheleinde Pizzaschachteln, Bananenschalen, Getränkekartons und eine Putzmittelflasche: Sammelgut nach zwei sonnigen Tagen und lauen Nächten auf der Balustrade der Neupfarrkirche. Präsentiert am Samstagmittag, 13.10., als  „Müll-Installation“ auf der Balustrade vor dem Eingang zur Kirche. Mitten in der Stadt gelegen ist die Kirche mit ihrer attraktiven Balustrade und den breiten vier Treppen ein beliebter Ort für Stadtbummler, ideal für die kleine Rast mittags, zum Sonnen und Plaudern, in lauen Nächten ein kultiger Treffpunkt für Trinkgelage. Die sichtbaren Folgen waren in der Installation zu besichtigen. So sehr die Gemeinde sich freut, dass die Balustrade um ihre City-Kirche derart anziehend wirkt und belebt ist, so ratlos steht sie den Müllmengen gegenüber. An sonnigen Wochenenden dauert es morgens bis zu zwei Stunden, Treppen und Balustrade zu reinigen, aber auch an Werktagen müssen stets Flaschen, Becher und Pappen eingesammelt, Kippen und Kronkorken gefegt werden. Ein Aufwand, der kaum bis gar nicht mehr zu bewältigen ist. Zugleich sieht sich die Gemeinde in der Verantwortung, Treppen und Balustrade sauber zu halten; denn , regelmäßig kommen Stadtführungen in die historisch bedeutsame Kirche, zahlreiche Touristen besichtigen sie täglich und zudem wird dort eine Welterbe - Ausstellung zum Neubau der Synagoge gezeigtt. Mit der „Müll-Installation“ wollte die Gemeinde auf ihr Dilemma aufmerksam machen.

Fotos: Eckhard Herrmann 

Abschied von der Kreuzkirche

Ein jegliches hat seine Zeit: Diese Feststellung aus dem Alten Testament zog sich als roter Faden durch die Predigt, die Pfarrer Thomas Koschnitzke beim Abschiedsgottesdienst von der Kreuzkirche hielt. Als sie vor 55 Jahren eingeweiht wurde, wuchs die Bevölkerung im Regensburger Stadtosten. Die evangelisch-lutherische Kreuzkirche wurde zur Heimat für viele Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaus-siedler. „Kirchenaustritt“ war damals ein Fremd-wort. Ganz anders heute. Immer weniger Menschen fühlen sich an die Kirchen gebunden, die Gemeinden müssen ihre Kräfte bündeln. Auch die Gemeinde der Neupfarrkirche, zu der die Kreuzkirche gehört. Das Geld ist knapp, die Zahl der Ehrenamtlichen überschaubar. Deshalb habe sich der Kirchenvorstand nach jahrelanger Diskussion schließlich dazu durchgerungen, Abschied von der Kreuzkirche zu nehmen. Pfarrer Koschnitzke ging auch auf die Kritik an diesem Schritt ein. So seien manche traurig und verletzt, andere auch verbittert und wütend,  „aus einer Kirche zuzurückzuziehen, das tue man nicht, gerade dann nicht, wenn in der Nähe eine Moschee gebaut wird“. Doch viele haben auch die Notwendigkeit dieser Entscheidung erkannt. Und: Die Kreuzkirche bleibt Kirche - weiter werden dort Schulgottesdienste, die Gottesdienste der Siebenbürger Sachsen sowie die Christ-vesper gefeiert. Und die Altkatholische Gemeinde fühle sich nun hier zuhause. Wenn sich die evangelisch-lutherische Gemeinde aus der Kreuzkirche zurückziehe, werde nicht entwertet, was hier gewesen ist, sagte Pfarrer Koschnitzke. Die Türen der Kreuzkirche bleiben offen, versicherte auch Dekan Eckhard Herrmann und zitierte aus der Stellungnahme seines Vorgängers, Dekan Gottfried Schönauer: Er fühle mit denen, die lange mit der Kreuzkirche verbunden waren. Aber wir sollten alle akzeptieren, dass die Zeiten sich geänder haben. Beim anschließenden Empfang tauschte die Gemeinde Erinnerungen aus - Bedauern und Verständnis auch bei diesem wehmütigen Zusammensein.

"Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf die Predigt" - Evangelisch in Regensburg 1517 bis heute
Unter diesem Titel liegen die Vorträge von Dr. Christine Gotfriedsen jetzt gedruckt vor. Die Leiterin des evangelischen Kirchenarchivs schilderte im Rahmen des Reformationsgedenkens 2017 die Regensburger Kirchengeschichte von der Reformation bis heute anhand von Dokumenten und Briefen aus fünf Jahrhunderten:
Es dauerte gut 20 Jahre, bis sich die Freie Reichsstadt Regensburg offiziell der Reformation anschloss. Als am 15. Oktober 1542 die Reformation in Regensburg eingeführt wurde, änderte sich auch die Kirchenhierarchie in der Stadt. Die ehemalige Wallfahrtskapelle zur Schönen Maria wurde zur ersten evangelischen Kirche der Stadt und erhielt als neue Pfarre den Namen Neupfarrkirche. Die Geschichte des evangelischen Regensburg ist auch eine Geschichte der Neupfarrkirche, an der viele herausragende Theologen wirkten. Nikolaus Gallus, Salomon Lenz, Jacob Christian Schäffer, um nur einige zu nennen. Leicht war das Zusammenleben mit den Gesandten aus aller Herren Länder nicht immer für die evangelische Gemeinde - so plauderten die hohen Herren oft während des Gottesdienstes miteinander - einer Magd riss am 4. Advent 1731 der Geduldsfaden: "Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf das Evangelium" rief sie ihnen zu. Die Anwesenden erstarrten und erwarteten ein Strafgericht für die Magd - doch dieses blieb aus und die Gesandten benahmen sich ein bisschen besser. Solche Anekdoten finden sich immer wieder in der Kirchenbüchern und vermitteln ein lebhaftes Bild des kirchlichen Alltags in Regensburg. Dazu die Integration der Glaubensflüchtlinge, die in Regensburg Zuflucht suchten und fanden, die verheerenden Pestepidemien, die Kontroversen um die Einführung eines neuen Gesangbuches als Ausdruck der theologischen Gegensätze zwischen Pietisten und Rationalisten, immer wieder das konfessionelle Miteinander in der Stadt, und ausführlich und - eindrucksvoll belegt mit einem Gemeindebrief und einer Kanzelabkündigung von 1939 - die Regensburger evangelische Kirche im Nationalsozialismus. Mit einem kurzen Überblick über die Entwicklungen nach 1945 bis heute endet die evangelische Kirchengeschichte der Stadt.
Das Büchlein ist in der Reihe "Regensburger kleine Beiträge zur Heimatgeschichte", Heft 9 erschienen und im Pfarramt, Pfarrergasse 5, für 8,80 Euro erhältlich.

Fair & Nachhaltig

In einem Heft der Landessynode werden die Kirchengemeinden aufgefordert, sich bei Anschaffungen der Gemeinde nach den Kriterien von "fair& nachhaltig" zu richten. Dieses Plädoyer hat der Kirchenvorstand im Mai zur Grundlage seines Beschlusses: Die Kirchengemeinde wird sich in Zukunft von den Grundsätzen nachhaltigen Handelns leiten lassen und beim Einkauf auf umweltfreundliche, regionale und fair gehandelte Produkte setzen.Die Umstellungen erfolgen peu à peu.