Aktuelles

Jasmin Gerhäußer - die neue Vikarin der Gemeinde

Foto: Petra Preß
Am 1. März hat Jasmin Gerhäußer ihr Vikariat in unserer Gemeinde begonnen. Sie hat Theologie in München und in China studiert und Gemeindepraktika in München und Malaysia gemacht. Im Gottesdienst am 11. März wurde sie von Pfarrer Thomas Koschnitzke in ihr Amt eingeführt.  

Weltgebetstag der Frauen 2018: "Gottes Schöpfung ist sehr gut": Die Christinnen in Surinam rufen auf zur Bewahrung der Schöpfung. Die Regensburger Innenstadtgemeinden feierten gemeinsam den ökumenischen Gottesdienst im Alumneum.

 
Foto: Petra Preß 
Schwungvoll begleitet von unserer Weltgebetstags-Combo feierten wir am 2. März zusammen mit der Dreieinigkeitskirche und allen katholischen Innenstadt-Pfarreien den Weltgebetstag. Mehr als 80 Frauen, Männer und Kinder waren in den großen Melanchthon Saal im Alumneum gekommen. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Schöpfungsgeschichte, die die Christinnen in Surinam ausgewählt hatten, um auf die verheerenden Umweltzerstörungen im Regenwald ihres Landes aufmerksam zu machen. Bewahrung der Schöpfung und Verpflichtung auf einen energischen Umweltschutz waren ihre zentralen Anliegen in der Gebetsordnung. Nach dem Gottesdienst gab's ein langes Buffet mit landestypischen Speisen aus Surinam: Kichererbsen mit Knoblauch, Zwiebeln und Chili, einen bunten Reissalat, Erdnuss-Suppe, Kartoffelsalat mit roter Beete und einen Kokoskuchen. Dazu verschiedene Ingwer-Getränke: Ingwerbier, Ingwertee, einen Ingwersirup, der mit Sprudel aufgefüllt wurde. Die Kollekte des Weltgebetstags ist stets für die weltweiten Projekte vorgesehen, in Surinam werden vor allem Initiativen unterstützt, die sich um junge Mädchen und Frauen kümmern. Stolze 539,90 Euro sind dafür bei unserem Gottesdienst zusammengekommen. Herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

"Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf die Predigt" - Evangelisch in Regensburg 1517 bis heute
Unter diesem Titel liegen die Vorträge von Dr. Christine Gotfriedsen jetzt gedruckt vor. Die Leiterin des evangelischen Kirchenarchivs schilderte im Rahmen des Reformationsgedenkens 2017 die Regensburger Kirchengeschichte von der Reformation bis heute anhand von Dokumenten und Briefen aus fünf Jahrhunderten:
Es dauerte gut 20 Jahre, bis sich die Freie Reichsstadt Regensburg offiziell der Reformation anschloss. Als am 15. Oktober 1542 die Reformation in Regensburg eingeführt wurde, änderte sich auch die Kirchenhierarchie in der Stadt. Die ehemalige Wallfahrtskapelle zur Schönen Maria wurde zur ersten evangelischen Kirche der Stadt und erhielt als neue Pfarre den Namen Neupfarrkirche. Die Geschichte des evangelischen Regensburg ist auch eine Geschichte der Neupfarrkirche, an der viele herausragende Theologen wirkten. Nikolaus Gallus, Salomon Lenz, Jacob Christian Schäffer, um nur einige zu nennen. Leicht war das Zusammenleben mit den Gesandten aus aller Herren Länder nicht immer für die evangelische Gemeinde - so plauderten die hohen Herren oft während des Gottesdienstes miteinander - einer Magd riss am 4. Advent 1731 der Geduldsfaden: "Hört einmal auf zu plaudern und merkt auf das Evangelium" rief sie ihnen zu. Die Anwesenden erstarrten und erwarteten ein Strafgericht für die Magd - doch dieses blieb aus und die Gesandten benahmen sich ein bisschen besser. Solche Anekdoten finden sich immer wieder in der Kirchenbüchern und vermitteln ein lebhaftes Bild des kirchlichen Alltags in Regensburg. Dazu die Integration der Glaubensflüchtlinge, die in Regensburg Zuflucht suchten und fanden, die verheerenden Pestepidemien, die Kontroversen um die Einführung eines neuen Gesangbuches als Ausdruck der theologischen Gegensätze zwischen Pietisten und Rationalisten, immer wieder das konfessionelle Miteinander in der Stadt, und ausführlich und - eindrucksvoll belegt mit einem Gemeindebrief und einer Kanzelabkündigung von 1939 - die Regensburger evangelische Kirche im Nationalsozialismus. Mit einem kurzen Überblick über die Entwicklungen nach 1945 bis heute endet die evangelische Kirchengeschichte der Stadt.
Das Büchlein ist in der Reihe "Regensburger kleine Beiträge zur Heimatgeschichte", Heft 9 erschienen und im Pfarramt, Pfarrergasse 5, für 8,80 Euro erhältlich.

Zukunft der Kreuzkirche

In der Kreuzkirche feiern wir jetzt zweimal im Monat Gottesdienst, jeweils am 2. und 4. Sonntag. Der Kirchenvorstand hat diese Entscheidung nach langen Diskussionen getroffen. Seit Beginn seiner Amtszeit beschäftigt sich das Gremium damit, welchen Weg die Gemeinde in Zukunft einschlagen soll. Anfang der sechziger Jahren wurde die Kreuzkirche als zweite Kirche der Neupfarrkirchengemeinde für die stark wachsende evangelische Bevölkerung im Stadtosten gebaut. Heute geht die Zahl der Gemeindeglieder zurück, sowohl in der Innenstadt wie auch im Stadtosten. Die  laufenden finanziellen Lasten kann die Gemeinde schon seit einiger Zeit nicht mehr schultern: Zwei Gemeindezentren zu unterhalten ist ihr nicht mehr möglich, das jährliche Defizit kann nur durch Rücklagenentnahme ausgeglichen werden. Die altehrwürdige Neupfarrkirche als zentrale Innenstadtkirche mit bedeutender Geschichte und einer großen Attraktion weit über die eigene Gemeinde hinaus, erfordert erhebliche Anstrengung und eröffnet neue Chancen. Die Kreuzkirche am Stadtrand verliert an Anziehungskraft, weil auch die Bewohner der Neubaugebiete eindeutig stadteinwärts orientiert sind. Deshalb hat sich der Kirchenvorstand bereiterklärt, zwei christlichen Gemeinden, die auf der Suche nach Gottesdiensträumen waren, die Kirche und Gemeinderäume dort zur Verfügung zu stellen: Den Altkatholiken und den Siebten-Tags-Adventisten. Um die Gemeindearbeit in der Innenstadt verstärken zu können, müssen wir die eigenen Kräfte in der Neupfarrkirche einsetzen - deshalb die Entscheidung, die Zahl der Gottesdienste in der Kreuzkirche zu verringern.  

2. April: Amtseinführung der neuen Studierendenpfarrerin Dr. Gabriele Kainz

Foto: Anabel Preß

Dr. Gabriele Kainz ist die neue Studierendenpfarrerin der Evangelischen Studentengemeinde Regensburg. Als Nachfolgerin von Pfarrer Ernst Reichold, der in Ruhestand gegangen ist, zeichnet sie zusammen mit Pfarrer Friedrich Hohenberger für Programm und Aktivitäten der ESG verantwortlich und ist für Gespräche und Beratung der Studierenden da. Sie wird in der Neupfarrkirche, der Universitätskirche der Stadt, Gottesdienste halten und gehört dem Kirchenvorstand der Gemeinde an. Dr. Gabriele Kainz ist in Lappersdorf aufgewachsen, hat an der Universität München studiert und wurde dort auch mit einer Arbeit zu Franz Marc promoviert. Zuletzt war sie Pfarrerin in St. Lukas in München. Im Pfarrgarten fanden sich im Anschluss an die Amtseinführung durch Dekan Eckhard Herrmann Pfarrer-Kolleginnen und Kollegen, Vertreterinnen und Vertreter des Kirchenvorstands und der ESG zum Gruppenbild mit Dr. Gabriele Kainz (rechts neben dem Dekan) ein.

Neubau der Synagoge: Eine begleitende Ausstellung in der Neupfarrkirche

Am Brixener Hof baut die Jüdische Gemeinde eine neue Synagoge und ein Gemeindezentrum. Eine Ausstellung zum Neubau, sowie  zum jüdischen Gemeindeleben und zu jüdischen Orten in Regensburg ist bis Februar 2019 in der Neupfarrkirche zu sehen. Mit der laufend aktualisierten Ausstellung soll die Öffentlichkeit über die Planungen und den Baufortschritt der Synagoge unterrichtet werden. Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Regensburg ist eng mit dem Neupfarrplatz verbunden, auf dem bis zur Vertreibung der Juden 1519 das jüdische Viertel und die Synagoge standen. Im Gedenkjahr 2019 soll der Neubau der Synagoge eingeweiht werden. Zum Ort der Ausstellung erklärte Ilse Danziger, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, sie sei dankbar für das Zeichen der Gemeinschaft, das sich darin zeige. Die Kirchengemeinde ihrerseits, so Pfarrer Thomas Koschnitzke, möchte mit ihrem Engagement an ihre spezielle Beziehung zur Jüdischen Gemeinde erinnern - gerade in Zeiten eines neuen Antisemitismus.  

Fotos: Stadt Regensburg Effenhauser 

Festliche Wiedereinweihung unserer Orgel

"Herr Gott, wir danken dir mit Orgeln und Trompeten...": Eine große Festgemeinde feierte am 25.09. die Wiedereinweihung der Orgel in der Neupfarrkirche. Kurz nach Ostern hatten Mitarbeiter der Orgelbaufirma Utz mit der umfangreichen, überfälligen Instandsetzung begonnen. Immer mehr gravierende Schäden wurden dabei sichtbar, so dass die Orgelsanierung länger dauerte und auch teuerer wurde als vorgesehen. Das Instrument ist jetzt von Grund auf erneuert; u.a. hat sie auch ein neues Register bekommen. Die Gemeinde feierte die Leistung der Orgelbauer mit großem Applaus. Eine Benefizkonzert mit Kirchenmusikdirektor Roman Emilius am Nachmittag rundete die Feierlichkeiten ab. Das dritte Benefizkonzert, das ebenfalls wieder den Farbenreichtum der Orgel darstellen wird, folgt am 18. Oktober um 19 Uhr. Dann stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Max Reger, Johannes Brahms und Eberhard Kraus auf dem Programm. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für die Mithilfe beim Finanzieren der Orgelsanierung - und wir sammeln weiter; denn noch fehlen uns rund 10 000 Euro.  Spenden sind also nach wie vor hochwillkommen: Volksbank Regensburg eG IBAN: DE85 7509 0000 0000 0794 48 | Kennwort: Orgelsanierung

Strahlende Gesichter auf der Orgelempore der Neupfarrkirche nach dem Festgottesdienst zur Wiedereinweihung der Orgel: Drei Orgelbauer und ein Organist: Christian Schrembs, Andreas Utz, Kirchenmusikdirektor Roman Emilius und Markus Bäumler:

Foto: Eckhard Herrmann  

Gedenktafel enthüllt

Hier werden Sie Zeugen, wie am Sockel der Neupfarrkirche eine Gedenktafel enthüllt wird. Der Text lautet: "Zur Erinnerung an die evangelischen Christen, die auf der Flucht vor der Verfolgung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in der evangelischen Reichsstadt Regensburg Zuflucht gefunden haben." Zu der kleinen Zeremonie am 28. April waren OB Schaidinger, Kulturreferent Unger, Karl Beck, der Initiator der Tafel, und in Vertretung der Gemeinde Frau Freudenberg, Frau Stork und Herr Berghoff gekommen. Regionalbischof Weiß vertrat Dekan Herrmann. 

Fair & Nachhaltig

In einem Heft der Landessynode werden die Kirchengemeinden aufgefordert, sich bei Anschaffungen der Gemeinde nach den Kriterien von "fair& nachhaltig" zu richten. Dieses Plädoyer hat der Kirchenvorstand im Mai zur Grundlage seines Beschlusses: Die Kirchengemeinde wird sich in Zukunft von den Grundsätzen nachhaltigen Handelns leiten lassen und beim Einkauf auf umweltfreundliche, regionale und fair gehandelte Produkte setzen.Die Umstellungen erfolgen peu à peu.